Teil 1: Von der Idee zur Tat – die Entstehungsgeschichte der mabuco
Wir schreiben das Jahr 1999. Das Millennium steht vor der Tür und die Welt der Informatik und Telekommunikation versucht einem Bug "Herr und Meister" zu werden. Der Millennium-Bug, ein Relikt aus früherer Zeit, forderte plötzlich Unmengen wertvoller Ressourcen. Weil in den 1970er - 1970er Jahren Speicherplatz knapp und sehr teuer war, haben findige Menschen zur Speicherung und Verarbeitung von Jahreszahlen nur die letzten beiden Ziffern (im Format „TTMMJJ“) benutzt. Lochkarten konnten z.B. nur 80 Zeichen speichern und Computer hatten Arbeitsspeicher mit z.B. 64 KB (64*1024 Byte). Diesen Bug by Design galt es zu beheben.
Die Welt befindet sich zu dieser Zeit im rasanten Wandel: Mobiltelefone sowie die ersten Digitalkameras erobern endgültig den Konsumentenmarkt und marktführende Anbieter wie IBM, Microsoft, usw. werden noch stärker von neuen Technologiegiganten herausgefordert. Dies und andere Faktoren führten zu ungeahnten Möglichkeiten und einer Komplexitätssteigerung in der damaligen ICT-Landschaft.
In dieser Ära neuer technologischer Herausforderungen wurden ICT- und Unternehmensberater gesucht, welche nicht nur komplexe Sachverhalte verständlich darstellen konnten, sondern auch in der Lage waren die neuen Möglichkeiten in den Unternehmen zu integrieren. Berater mit Expertise und Persönlichkeiten mit Umsetzungskraft waren gefragt.
Das hat sich auch Martin Bucher damals gedacht. Als Leiter Informatik in der Region Bern kannte er den ICT-Markt und kam auch mit vielen Beratungsfirmen in Kontakt. Martin vermisste bei seinen eigenen Erfahrungen mit externen Consultants allerdings oft zwei wichtige Faktoren: Die Nähe zum Kunden und vernünftige Preise.
Genau dieses Geschäftsmodell liess sich Martin Bucher immer wieder durch den Kopf gehen. Eine neue Chance passend zur Jahrtausendwende?
Im Jahr 2000 machte Martin Bucher Nägel mit Köpfen und begann seine eigene Geschichte zu schreiben – der Schritt in die Unabhängigkeit. Sein alter Arbeitgeber liess ihn zwar ungerne weiterziehen, doch Reisende soll man nicht aufhalten.
Ein Businessplan mitsamt Chancen, Risiken sowie der Finanzierung ebnete den Weg für diese Reise. Allerdings wurde rasch klar – eine grosse Firma sollte es vorerst nicht werden.
Martin ging guten Mutes voran und gründete sein Unternehmen im Raum Bern: Mit drei Monatslöhnen Startkapital, einem bescheidenen Inventar im Wert von 500 Franken, einem Notebook und einem Schwarz-Weiss-Drucker rief er die mabuco ins Leben. Als Standort für die mabuco dienten damals zwei Tiefparterre-Zimmer am Lentulusrain in Bern - das erste Büro.
Der Firmenname hat übrigens nichts mit Verdi-Opern oder bekannten Rotweinen zu tun – die Abkürzung stand ursprünglich simpel für Martin Bucher Consulting.
Kaum gestartet, wollte ihn bereits ein Rekrutierer eines grossen Beraterunternehmens abwerben, aber fest von seiner Idee entschlossen, hat sich Martin Bucher entschieden, weiterhin seinen eigenen Weg zu gehen.
Martin Bucher bot in der Gründungsphase ausschliesslich Dienstleistungen an, zu welchen er nebst profundem Wissen auch über praktische Erfahrungen aus seinem bisherigen Berufsleben verfügte: Prozessmanagement, Unternehmens- und Strategieentwicklung sowie Management-Unterstützung auf taktischer Ebene.
Martin Buchers Fachkompetenz und seine Projekterfahrungen blieben nicht unbemerkt, und schon bald wartete das erste grosse Projekt, das er mit guten Partnern bis zur erfolgreichen Einführung leitete.
Für den nun selbstständigen, 40-jährigen Familienvater wurde zu diesem Zeitpunkt klar: Er hat den richtigen Weg eingeschlagen.
An einem Herbsttag im Jahr 2001 stand für Martin Bucher die Moderation eines wichtigen Workshops an. Als er an diesem Morgen enthusiastisch den Workshop eröffnete, wusste er noch nicht, dass dieser Tag in die Geschichte eingehen würde...
Fortsetzung folgt...
Die ersten Büroräumlichkeiten am Lentunusrain, Bern, 2001
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